Sparen mit Kleinstbeträgen kann sich lohnen

Kleinvieh macht auch Mist – dieses Sprichwort klingt abgedroschen, hat aber durchaus Bestand. Und zwar besonders im Hinblick auf das Sparen. Gemeint sind nicht nur die Münzen, die man sammelt, um bei einer größeren Anzahl auf einen durchaus ansehnlichen Sparbetrag zu kommen. Auch elektronisch kann man heute Kleinstbeträge ganz bequem sparen.

19.12.2019
  • Lesezeit ca. 2:30 Minuten
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  • 19.12.2019
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Bargeld
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Eine Sparmöglichkeit ist das Aufrunden von „krummen“ Beträgen bei der Kartenzahlung. Einige Kreditinstitute bieten diese Möglichkeit an. Bei jeder Buchung wird der zu zahlende Betrag beispielsweise auf den nächsten vollen Euro aufgerundet und der Differenzbetrag automatisch einem Extra-Konto gutgeschrieben.

Das Portemonnaie erleichtern

Es ist die klassische Variante: Das Portemonnaie wird regelmäßig erleichtert und alle Münzen werden in einer Spardose gesammelt. Wenn einiges zusammen gekommen ist, erfolgt ein Kassensturz – das Gefäß wird geleert und der Betrag gezählt. Das geht natürlich am einfachsten mit einer Geldzählmaschine, die einige Banken in ihren Filialen ihren Kunden zur Verfügung stellen. Teilweise wird für die Nutzung oder auch für die Einzahlung jedoch eine Gebühr erhoben. Der gesparte Betrag sollte möglichst auf ein Konto eingezahlt werden, auf dem sich so mit der Zeit ein Guthaben ansammelt, das man für zusätzliche oder unerwartete Ausgaben nutzen kann. Wer regelmäßig sein Portemonnaie ausleert und Münzen sammelt, kann sich am Ende über eine vielleicht ganz ansehnliche Summe freuen.

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Häufig Gebühren für Einzahlung von Kleingeld

Viele Kreditinstitute verlangen Gebühren für das Zählen und/oder für das Einzahlen von Kleingeld, die sich oft nach der Anzahl der Münzen richtet. Denn die Münzen verursachen zusätzliche Kosten: Seit Januar 2015 müssen Banken gemäß einer Verordnung der Europäischen Union (Nr. 1210/2010), die von der Bundesbank umgesetzt wird, jede eingezahlte Münze auf Echtheit prüfen. Diese Vorgabe soll der Reduzierung von Falschgeld, das so in Umlauf gebracht werden könnte, dienen. Für Kunden ist die Einzahlung bei der kontoführenden Bank manchmal allerdings noch kostenlos.



Keine Gebühren am Weltspartag – Heute schon als Sparziel setzen

Kostenlos ist das Zählen und Einzahlen von Münzen in den Filialbanken üblicherweise am alljährlichen Weltspartag Ende Oktober. Wer jetzt anfängt, seine Münzen zu sammeln, kann sich den 30. Oktober 2020 bereits im Kalender notieren und dieses Datum als Anreiz nehmen, um sich dann über seinen Sparerfolg zu freuen.

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Zusätzliches Konto lohnt für regelmäßige Münzeinzahlungen

Wer regelmäßig Münzen einzahlen und bei seinem Kreditinstitut dafür Gebühren bezahlen muss, sollte über ein zusätzliches Konto nachdenken. Es gibt Filialbanken, die für Einzahlungen – auch von Münzen – generell keine Gebühren berechnen. Es kann sich lohnen, das Angebot in der näheren Umgebung zu überprüfen.



Münzzählautomat im Supermarkt als mögliche Alternative

Eine Alternative können Münzzählautomaten von privatwirtschaftlichen Anbietern sein, die beispielsweise in Supermärkten stehen. Auch dort wird ein bestimmter Prozentsatz an Gebühr verlangt. Das kann jedoch, je nach Anzahl der Münzen, für den Einzahler günstiger sein als die Bankgebühr. Aus dem Automaten erhält man einen Wertcoupon. Das gezählte Guthaben kann man sich an der Supermarktkasse auszahlen lassen oder für seinen Einkauf verwenden.

Sparen von Kleinstbeträgen bei Kartenzahlung

Es ist die moderne und digitale Variante des Kleingeldsparens, die schon von einigen Kreditinstituten angeboten wird: Kleingeldsparen bei Kartenzahlung. Wer beim Einkaufen mit seiner Karte bezahlt, kann bei seiner Bank das Kleingeldsparen aktivieren. So werden die zu zahlenden Beträge automatisch aufgerundet, der Differenz-Betrag wird einem zusätzlichen Konto gutgeschrieben. Stück für Stück sammeln sich Kleinstbeträge so zu einer größeren Sparsumme an. Je nach Anbieter kann sich der Kunde beispielsweise auch entscheiden, ob er auf den nächsten Euro oder die nächsten fünf Euro aufrunden möchte.



Mit Aufrunden ein gutes Werk tun

Wer nicht für sich selber spart, sondern beispielsweise an der Kasse teilnehmender Unternehmen „Aufrunden bitte“ sagt, spendet den Differenz-Betrag für soziale Zwecke. Die unabhängige Spendenbewegung „Deutschland rundet auf“ will mit Hilfe dieser Kleinstspende Kinderarmut in Deutschland bekämpfen.

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