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Funkelnde Geldanlage: Gold als langfristige Vermögenssicherung

Wer an Gold denkt, hat das gelblich glänzende Edelmetall gleich vor Augen. Gold steht für einen festen Wert, für Reichtum und das Besondere. Ob als Schmuckstück, als Münze oder in Barrenform, Gold besitzt immer eine gewisse Faszination. Auch als Geldanlage eignet es sich. Bei der Investition in Gold sollte man jedoch gewisse Regeln beachten.

  • Lesezeit ca. 3 Minuten
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  • 07.11.2019
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Münzen
© feiern1/pixabay.com

Goldbarren bringen keine Zinsen. Aber sie können eine Reserve im Notfall sein, die auch in Krisenzeiten ihren Wert behält. Die Wertsteigerung liegt beim Gold im Handelswert. Steigt der Preis, erhöht sich der Wert. Auch dem Aktienportfolio kann ein Goldanteil beigemischt werden, um eine gewisse Stabilität zu erreichen.

Massives oder fiktives Gold?

Wer in Gold investieren möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Er kann Gold in physischer Form, also als Barren oder Münze, kaufen. Oder er kann in Goldaktien investieren, die einen Anteil an den Unternehmen der Goldminenbetreiber darstellen. Vom Kauf von Zertifikaten und Derivaten, die sich lediglich am Goldpreis orientieren, wird eher abgeraten. Dabei handelt es sich oft um reine Spekulationsobjekte, die Verlustrisiken beinhalten.

10 % Gold im Portfolio

Die meisten Finanzexperten empfehlen einen Anteil von maximal 10 % Goldanteilen am Aktienportfolio. Da sich die Wertentwicklung von Gold zumeist antizyklisch zur Entwicklung des übrigen Aktienmarktes verhält, kann ein solcher Anteil für eine gewisse Stabilität des Gesamtportfolios sorgen, wenn die Märkte in Unruhe geraten. Ein höherer Anteil an Edelmetall wiederum könnte die Renditeaussichten zu sehr vermindern. Auch wer in physisches Gold investiert, sollte dafür nur einen kleinen Teil seines Vermögens einsetzen.

Wertschwankungen durch Währungsrisiko

Der Goldpreis ist an den US-Dollar gekoppelt und unterliegt daher immer auch einem durch die Umrechnung bedingten Währungsrisiko. Steigt beispielsweise der Goldkurs, aber der Dollar wird im Verhältnis zum Euro abgewertet, erreicht die Wertsteigerung den Goldverkäufer in Deutschland nicht komplett und er muss Verluste hinnehmen.

Da physisches Gold weder Zinsen noch Dividende bietet, ist die Wertsteigerung allein vom Handelspreis und der Spanne zwischen An- und Verkauf abhängig. Die Nachfrage bestimmt somit den Kurs. Gold gilt als inflationssicher, das heißt, dass es bei einer möglichen Geldentwertung seinen Sachwert behält. Einkommenssteuer fällt bei Goldmünzen oder –barren nicht an, da keine Zinsen oder Dividende fließen. Gewinne sind steuerfrei, wenn das Gold vor dem Verkauf länger als ein Jahr im Besitz des Verkäufers war.



An den Fachhandel wenden

Gold sollte man nur beim Fachhändler kaufen und sich im Vorfeld von der Seriosität überzeugen. Der Händler sollte Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels sein, erkennbar an einem blauen Logo. Vor dem Kauf sollte man Preise vergleichen und sich über den aktuellen Goldpreis informieren. Das ist natürlich auch online möglich.

Goldmünzen sind gut für den Weiterverkauf geeignet

Gold galt schon früh als Zahlungsmittel. Die ersten Goldmünzen sollen bereits um 550 v. Chr. hergestellt worden sein, um Handel treiben zu können. Heute sind Goldmünzen ein beliebtes Investment. Zu den bekanntesten und beliebtesten Goldmünzen für die Geldanlage gehören:

  • Krügerrand
  • Maple Leaf
  • Australian Nugget
  • Wiener Philharmoniker
  • Goldeuro
  • China Panda Gold
  • Lunar
  • Britannia
  • American Eagle

Goldmünzen sollten möglichst aus reinem Gold bestehen, um eine sichere Anlage darzustellen. Aus 24-karätigem Gold sind der kanadische Maple Leaf, der Australian Nugget und der österreichische Wiener Philharmoniker. Sie wiegen genau eine Unze. Der Krügerrand und der American Eagle enthalten ebenfalls eine Unze Gold, wiegen aber aufgrund ihres zusätzlichen Kupferanteils etwas mehr.



Schmuck als Geldanlage zu teuer

Wer sich für Gold als reine Geldanlage interessiert, sollte sich eher nicht für goldene Schmuckstücke entscheiden. Da in den Preis nicht nur der reine Goldwert, sondern auch die Herstellungskosten einfließen, ist Goldschmuck als Geldanlage zu teuer.

Sichere Lagerung

Wer sich für den Goldkauf entscheidet, sollte dabei auch immer die sichere Lagerung im Blick behalten. Selbst kleine Barren haben schon einen so hohen Wert, dass man sie sicher verwahren und vor Diebstahl schützen sollte. Dafür eignet sich am besten ein Tresor. Eine Alternative kann ein Bankschließfach sein, das allerdings mit Gebühren verbunden ist.

Langfristige Vermögenssicherung

Experten sind sich zumeist einig: Gold wird, auch aufgrund seiner begrenzten Verfügbarkeit, immer einen gewissen Sachwert behalten und kann daher zur langfristigen Vermögenssicherung dienen. Dennoch ist es nicht unerheblichen Kursschwankungen unterworfen, die man bei seiner Investition berücksichtigen sollte. Wer daran denkt, ggf. einen Teil seines Goldbestands vorzeitig wieder verkaufen zu wollen, sollte beispielsweise in kleinere Barrenformen investieren, um den Bestand entsprechend teilen zu können und so flexibel zu bleiben.


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