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Online-Broker: So eröffnen Sie Ihr Depot in 5 Schritten

Rund ums Thema Finanzen spielt sich heute vieles online ab. Für Sparer wird die Geldanlage immer bequemer. Auch der Aktienhandel ist zu einem großen Teil ins World Wide Web gezogen. Über Online-Broker können Anleger ganz einfach Wertpapiere erwerben und wieder verkaufen.

  • Lesezeit ca. 3 Minuten
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  • 05.02.2019
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Trading am Smartphone
© rawpixel.com/www.pexels.com

Wer mit Aktien handeln will, kann das heutzutage ganz in Ruhe vom Sofa erledigen. Anleger können online nicht nur Aktienkurse vergleichen, sondern auch direkt Wertpapiere erwerben und verkaufen. Dafür bieten sogenannte Online-Broker ihre Dienste an.

Was machen Online-Broker?

Vereinfacht gesagt können Online-Broker als Schnittstelle zwischen Anlegern und Handelsplätzen wie der Börse bezeichnet werden. Im Auftrag der Anleger kümmern sich Broker um die Durchführung von Wertpapierordern. Für diese Vermittlungstätigkeit zahlen Kunden eine gewisse Gebühr, die von Anbieter zu Anbieter schwanken kann. Damit am Ende die Rendite stimmt, müssen interessierte Sparer darauf achten, dass die Kosten nicht zu hoch ausfallen. Ein intensiver Vergleich unterschiedlicher Online-Broker und deren Konditionen bietet sich an.

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Gebührenmodelle

Es gibt unterschiedliche Gebührenmodelle, nach denen Online-Broker abrechnen:

Prozentualer Anteil

Viele Online-Broker berechnen ihre Gebühren anhand eines prozentualen Anteils vom Ordervolumen. Je nachdem, wie hoch die Summen sind, mit denen der Kunde tradet, schwanken auch die Ordergebühren. Oft wird die prozentuale Berechnung mit einer Mindest- und einer Maximalgebühr kombiniert. Ein Kunde zahlt dann zum Beispiel 0,5 Prozent des Ordervolumens pro Trade, mindestens aber 9,90 und maximal 59,90 Euro.

Festpreis

Das Festpreismodell gestaltet sich schon einfacher: Hier wird für jede Order ein einheitlicher Preis verlangt. Wie hoch das Ordervolumen ist, spielt dann keine Rolle. Sowohl für den Inlandshandel als auch für Transaktionen im Ausland gibt es geregelte Festpreise, die jeder Online-Broker selbst bestimmt.

Gebührenstaffel

Bei der Gebührenstaffel werden für unterschiedliche Ordervolumen unterschiedliche Festpreise angesetzt. Ein Online-Broker kann dazu bestimmte Preisklassen festlegen. So könnte ein Trader zum Beispiel den geringsten Festpreis zahlen, wenn sein Ordervolumen unter 2.000 Euro liegt. Die nächste Preisstufe würde er bei einem Volumen zwischen 2.000 und 5.000 Euro erreichen, danach folgt die Preisstufe für Trades zwischen 5.000 und 10.000 Euro und so weiter.

Wie findet man den passenden Broker?

Eine pauschale Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Um den richtigen Online-Broker zu finden, müssen Interessenten zunächst ihre individuellen Ansprüche und Vorstellungen kennen. Folgende Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden:

  • Mit welchen Wertpapieren möchte ich überhaupt handeln? Welche Angebote sind mir wichtig?
  • Auf welchen Handelsplätzen möchte ich traden? Wie viele Handelsplätze sollen mir zur Verfügung stehen und welche sind mir besonders wichtig?
  • Wie aktiv möchte ich investieren? Bleibe ich über kurze Zeiträume ständig am Ball oder möchte ich langfristig und ohne viel Aufwand investieren?
  • Wie hoch soll mein durchschnittliches Ordervolumen sein?
  • Wie viele Orders möchte ich im Jahr ausführen?
  • Wie wichtig sind mit Service und Beratung?

Wer diese Fragen beantwortet hat, kann schon viele Anbieter ausschließen. Unter denjenigen, die noch infrage kommen, lohnt sich dann der weitere Vergleich:

  • Gibt es attraktive Neukundenaktionen?
  • Ist die Depotführung kostenlos?
  • Welches Gebührenmodell wird angewendet?
  • Wie hoch sind die Gebühren?
  • Fallen Zusatzkosten für Serviceleistungen an?
  • Sind Kontoführung, Kosten und Konditionen transparent und verständlich aufgeführt?

Tipp für Anfänger: Wer keine Erfahrung am Aktienmarkt hat, sollte sich in einem ersten Schritt bei der Hausbank beraten lassen. Sobald Sie sich genug Grundwissen angeeignet haben, kann sich der Wechsel zu einem Online-Broker lohnen. Wählen Sie aber auch dann einen Anbieter, der Ihnen nicht nur das Depot zur Verfügung stellt, sondern auch beratend zur Seite steht und Sie bei der Verwaltung unterstützt.

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Depot eröffnen in 5 Schritten

1. Online-Broker vergleichen

Unter oben genannten Aspekten sollte ein ausführlicher Vergleich angestellt werden. Es gibt Online-Plattformen, die einen kostenlosen Vergleich anbieten. Zur Orientierung kann das eine gute Möglichkeit sein. Es lohnt sich aber auch, auf den jeweiligen Seiten bekannter Online-Broker nachzuschauen und selbst zu vergleichen.

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2. Depotantrag stellen

Wer sich für einen Broker entschieden hat, kann einen Depotantrag stellen. Auf der Webseite des Anbieters können Antragsteller entsprechende Formulare ausfüllen. Sie müssen hier persönliche Daten, steuerliche Daten, Informationen zum Referenzkonto (Girokonto) und gegebenenfalls ihre Erfahrungen im Wertpapierhandel angeben.

3. Identität bestätigen

Per Postident-Verfahren müssen Antragsteller ihre Personalien überprüfen lassen. Dazu legen sie in einer Postfiliale ihren Depotantrag und ihren Personalausweis vor. Dann werden eine Identitätsbestätigung und ein Eröffnungsantrag an den Broker geschickt.

4. Depot aktivieren

Kurz darauf erhalten Antragsteller eine Depotbestätigung. Sie enthält wichtige Informationen zum Depot und die Zugangsdaten, mit denen sich Kunden dann einloggen können.

5. Wertpapiere kaufen

Sobald das Depot aktiviert ist, können Trader auch schon die ersten Wertpapiere kaufen. Sie begeben sich dazu auf einen Handelsplatz, wählen das gewünschte Wertpapier aus und wickeln den Kauf nach Anweisungen der Online-Plattform ab.

Achtung: Der Kauf von Wertpapieren ist mit Risiken verbunden. Anfänger sollten sich unbedingt vor ihrer ersten Order beraten lassen.


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