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Immobilienfonds: Hohe Rendite auch für Kleinanleger

Viele Menschen in Deutschland vertrauen beim Kapitalaufbau auf Immobilien. Mietobjekte oder das Eigenheim werden gerne als Einnahmequelle oder für die Altersvorsorge genutzt. Aber können auch Kleinanleger mitmischen, die nicht genug Kapital für den Bau oder Kauf einer eigenen Immobilie aufbringen können bzw. wollen? Eine Möglichkeit sind Immobilienfonds.

  • Lesezeit ca. 2:30 Minuten
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  • 29.08.2019
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Dorf aus Vogelperspektive
© robotonoid/pixabay.com

Die Wohnungsnot in Deutschland ist groß – das zeigt nicht zuletzt der sogenannte Mietendeckel, der am 18. Juni in Berlin beschlossen wurde und unter anderem Obergrenzen für Mietpreise beinhaltet. Nicht nur in Berlin, sondern überall in Deutschland scheinen diese zu explodieren. Grund dafür ist vor allem, dass das Angebot der hohen Nachfrage nicht mehr gerecht wird.

Um dem entgegenzuwirken, müsse Experten zufolge deutlich mehr Wohnraum geschaffen werden. Die Baubranche ist also gefragt. Doch was zunächst benötigt wird, ist Kapital. Und dies kann nicht nur von Privateigentümern oder vom Staat kommen, sondern auch aus Immobilienfonds fließen.

Immobilienfonds: Diese Varianten gibt es

Immobilienfonds haben für Kleinanleger den entscheidenden Vorteil, dass sie keine besondere Börsenkenntnis erfordern. Anleger, die Immobilienaktien selbst kaufen, müssen auch über ein gewisses Know-How am Aktienmarkt verfügen. Bei Immobilienfonds wird die Arbeit hingegen von professionellen Fondsmanagern übernommen. Sie investieren und verwalten das Geld, das in den Fonds fließt, wofür Anleger Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren zahlen.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Optionen für Anleger: offene Immobilienfonds, geschlossene Immobilienfonds oder sogenannte REITs, die auch als ETFs angeboten werden.

Lesen Sie auch: Sparen mit ETFs - Wie funktioniert das?

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie recht flexibel sind. Es befinden sich viele Objekte im Portfolio – Gebäude werden auf der ganzen Welt erworben, verkauft und verwaltet. In der Regel ist das Investitionsvolumen für offene Immobilienfonds unbegrenzt, sodass immer neue Anleger einsteigen können. Auch ein Ausstieg ist möglich, indem Anleger ihre Anteile wieder verkaufen. Denn offene Immobilienfonds sind dazu verpflichtet, einmal ausgegebene Anteile auch wieder zurückzukaufen. Allerdings müssen Anleger hier gewisse Vorgaben wie Mindesthaltedauer oder Kündigungsfristen berücksichtigen. Ein deutlicher Vorteil ist außerdem, dass oft Dividenden (Gewinnausschüttungen) an die Anleger ausgezahlt werden.



Geschlossene Immobilienfonds

Bei geschlossenen Immobilienfonds verhält sich das Ganze weniger flexibel. Hier handelt es sich meist um ein ganz bestimmtes Bauvorhaben, das mit dem investierten Geld realisiert werden soll. Der Fonds hat also zunächst das Ziel, erforderliches Kapital anzusammeln. Dieses wird dann zur Realisierung eines Projektes verwendet. In der Regel wird das jeweilige Objekt nach dem Bau verkauft und der Gewinn an die Anleger ausgeschüttet. Es werden allerdings keine Dividenden ausgezahlt und ein Verkauf der Anteile ist normalerweise auch nicht möglich. Anleger sind also deutlich strenger an den Immobilienfonds gebunden.

REITs

Bei sogenannte Real Estate Investment Trusts (REITs) handelt es sich ebenfalls um börsengehandelte Immobilienfonds. Sie heben sich hauptsächlich von anderen Immobilienfonds ab, weil sie in den Ländern, in denen sie zugelassen sind, steuerbegünstigt sind. Außerdem ist die Ausschüttungsquote sehr hoch. In Deutschland ist gesetzlich vorgegeben, dass mindestens 90 Prozent des Gewinns an die Anleger ausgeschüttet werden müssen. Anders als bei offenen Immobilienfonds liegt der Fokus bei REITs meist nicht auf dem An- und Verkauf von Immobilien. Die Gewinne entstehen hier hauptsächlich durch Miet- und Pachteinnahmen. Es liegt also ein gewisser Immobilienbestand vor, aus dessen Nutzung Einnahmen erzielt werden.

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Risiko auch bei Immobilienfonds vorhanden

Da es sich um börsengehandelte Fonds handelt, sind auch diese von natürlichen Kursschwankungen betroffen. Anleger sollten sich also immer darüber im Klaren sein, dass ein gewisses Verlustrisiko besteht. Wer sich allerdings ausführlich beraten lässt, seine Geldanlage breit streut und langfristig am Ball bleibt, kann das Risiko minimieren und attraktive Renditen erzielen. Eine professionelle Beratung ist vor allem in Hinblick auf mögliche Risiken und Kosten der Geldanlage unbedingt zu empfehlen.


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