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Pantoffel-Portfolio: Bequem, einfach und effektiv

Haben Sie schon mal vom Pantoffel-Portfolio gehört? Das ist eine clevere und bequeme Strategie, mit der Sie Ihr Geld anlegen können. Stiftung Warentest empfiehlt Sparern, auf diese Weise mehr aus ihrem Vermögen herauszuholen.

  • Lesezeit ca. 2:30 Minuten
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  • 23.08.2018
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Mann schaut auf sein Smartphone und hat Kopfhörer auf
© LDprod/www.shutterstock.com

Sparer haben es in Niedrigzinsphasen schwer. Wer sein Geld auf dem Girokonto oder einem Sparbuch hortet, hat kaum Aussichten auf Rendite. Und auch beim Tagesgeld oder Festgeld sind die Zinserträge deprimierend gering.

Rendite und Sicherheit kombinieren

Aber in den Aktienhandel einsteigen und höhere Gewinne erzielen? Das ist vielen Sparern einfach zu riskant. Stiftung Warentest empfiehlt eine Anlagestrategie, die gleichzeitig hohe Rendite und Sicherheit verspricht. Sie hat ihren Namen aus gutem Grund erhalten, denn sie ist überaus bequem.

Das Pantoffel-Portfolio eignet sich sowohl für die einmalige Investition größerer Beträge als auch für regelmäßige Einzahlungen in Sparpläne. Es besteht aus zwei Bausteinen, die je nach Risikobereitschaft in einem unterschiedlichen Verhältnis zueinander stehen können. Erster Baustein ist ein Aktien-ETF, der für Rendite sorgt. Der zweite Baustein kann entweder Tagesgeld oder ein Renten-ETF sein, mit dem in sichere Staats- oder Unternehmensanleihen investiert wird. Das Bequeme daran: Anleger müssen sich nicht mit aktuellen Börsen- und Unternehmenszahlen auskennen. Denn sie müssen den ETF nicht aktiv managen.

ETF: Kurz erklärt

Der englische Begriff „Exchange Traded Fund“ bedeutet übersetzt „börsengehandelter Fonds“. Normale Investmentfonds erwerben Anleger in der Regel über eine Investmentgesellschaft. Bei einem ETF handelt es sich aber um ein Finanzprodukt, das man wie Aktien direkt an der Börse kaufen und verkaufen kann. Der ETF ist deshalb transparenter für den Anleger als ein normaler Investmentfonds.

Meistens sind ETFs passiv verwaltete Indexfonds. Indexfonds werden einem bestimmten Börsenindex, wie zum Beispiel dem DAX, nachgebildet. Anders als aktiv gemanagte Fonds versuchen sie nicht, den Index zu übertreffen. Deshalb sind die Managementgebühren deutlich geringer und die Wertentwicklung ist besser einzuschätzen.



Pantoffel-Portfolio in 3 Schritten

Vorteile auf einen Blick:

  • Hohe Transparenz: Anleger wählen das Risiko selbst
  • Flexibilität: Portfolio lässt sich jederzeit zu Geld machen
  • Preiswert: Anleger zahlen keine hohen Managementgebühren
  • Simpler Aufbau: Nur drei Schritte erforderlich

Schritt 1: Die Mischung macht’s

Der erste Baustein (Aktienfonds) soll dafür sorgen, dass die Rendite stimmt. Anleger dürfen aber nicht vergessen, dass Aktienfonds auch immer ein gewisses Risiko bergen. Pantoffel-Portfolios sind also von Schwankungen an der Börse betroffen. Je höher der Aktienanteil, desto höher auch das Risiko, dass Verluste entstehen. Anleger müssen zu Beginn entscheiden, wie sie ihr Geld verteilen wollen. Für vorsichtige Sparer empfiehlt Finanztest einen Aktienanteil von 25 Prozent. Das restliche Vermögen sollte in sichere Rentenfonds oder Tagesgeld investiert werden. Risikobereite Anleger können einen Aktienanteil von 75 Prozent wählen. Oder man geht den Mittelweg: 50 Prozent Aktien, 50 Prozent Renten-ETF oder Tagesgeld.

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Schritt 2: Auswahl treffen

Wer keine Erfahrung an der Börse hat, traut sich in der Regel auch nicht, Finanzprodukte selbst auszuwählen. Diese Scheu ist beim Pantoffel-Portfolio unbegründet, weil es immer nur aus zwei Produkten besteht: Einem Aktien-ETF und einem Renten-ETF oder Tagesgeld. Wie oben bereits erklärt, ist für die Anlage in ETFs keine besondere Börsenkenntnis und kein aktives Management erforderlich. Laut Finanztest ist es am einfachsten, als ersten Baustein einen ETF auf den MSCI World zu wählen. Der MSCI World ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von mehr als 1.600 Aktien aus 23 Ländern darstellt. Er ist damit der gebräuchlichste Weltaktienindex. ETFs auf diesen Index gibt es viele – welchen davon Anleger kaufen, ist im Grunde egal.

Schritt 3: Bank auswählen

Zum Kauf und Verkauf von ETFs benötigen Anleger ein Wertpapierdepot. So ein Depot können Bankkunden ganz einfach bei ihrer Hausbank eröffnen. Vorher sollten sie allerdings klären, ob über die Bank ETFs gekauft und Sparpläne abgeschlossen werden können. Viele Banken bieten keine ETFs an, weil sie daran nicht so gut verdienen wie an aktiv gemanagten Fonds. In diesem Fall lohnt sich der Wechsel zu einer anderen Bank. Wertpapierdepots sind bei Direktbanken ohnehin günstiger.

Anleger, die das Depot lediglich für ihr Pantoffel-Portfolio nutzen möchten, sollten das Depot mit der niedrigsten Gebühr (idealerweise ein Gratisdepot) wählen. Wer als zweiten Baustein des Portfolios Tagesgeld wählt, muss zusätzlich zum Depot noch ein weiteres Konto eröffnen.


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