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Fondssparen: Gute Rendite mit Risiko

Wer sich dafür entscheidet, in Fonds zu investieren, hat Aussicht auf eine vergleichsweise hohe Rendite in Zeiten von Niedrigzinsen. Verbunden ist diese Anlageform allerdings mit einem gewissen Risiko: Fonds unterliegen Kursschwankungen - und bei einem Ausstieg zum falschen Zeitpunkt sind auch Verluste möglich. Wer klug plant und einige Tipps berücksichtigt, kann das Risiko minimieren.

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  • 01.08.2019
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Finanzgeschäfte am Smartphone
© rawpixel/pixabay.com

Empfehlenswert ist eine bunte Mischung: Unterschiedliche Fonds können die Chance auf Rendite ohne großes Risiko erhöhen. Größere Schwankungen vermeidet man durch eine breite Streuung. Dennoch empfiehlt sich eine klare Strukturierung.

Investieren Sie ein bisschen Zeit

Auch wenn Sie kein Börsenkenner sind, sollten Sie sich nach Möglichkeit bei einem Investment in an der Börse gehandelte Fonds einen Überblick über das wirtschaftliche Geschehen verschaffen. Ein Gefühl für wirtschaftspolitische Vorgänge kann hilfreich bei der Auswahl des Investments sein und Sie dabei unterstützen, die Märkte einzuschätzen. So können Sie leichter Entscheidungen treffen, die Ihnen zu einem guten Anlageergebnis verhelfen.

Für eine gute Mischung im Portfolio sorgen

Wer sich in der Auswahl seiner Fonds breiter aufstellt, senkt die Schwankungen. Eine hohe Streuung trägt zu einem Ausgleich bei – läuft ein Fonds nicht so gut, kann ein anderer, erfolgreicher Fonds die Verluste ausgleichen. Experten empfehlen eine Basisanlage mit einem guten Drittel Beimischungen, die klug gewählt sein sollten. Sind die Fonds möglichst unterschiedlich, steigt die Chance auf gute Rendite mit möglichst geringem Risiko. Aber ob man sich bei der Zusammenstellung nun auf sein eigenes Näschen oder Fremdempfehlungen verlässt – Überraschungen am Aktienmarkt kann niemand vorhersehen. Das sollte man als Anleger nicht vergessen und die eigene Risikoneigung dabei immer im Blick haben.

Bestehende Depots von Zeit zu Zeit aufräumen

Wer sein Depot über die Jahre abwechslungsreich gestaltet hat, blickt irgendwann auf eine bunte Mischung. Diese sollte man regelmäßig überprüfen und auch aufräumen. Dabei empfiehlt sich ein Blick auf die Sicherheit: Zur Verlustbegrenzung kann auch ein Sicherheitsbaustein im Depot sein, der in Tages- oder Festgeldkonten fließt.

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Bei Verlusten nicht gleich verkaufen

Fahren die Fonds Verluste ein, sollte man nicht gleich den Kopf verlieren: Wer sofort verkauft, erleidet mitunter große Verluste. Und das bewusst. Dabei sollte Durchhalten die Devise sein. Fonds gelten als langfristige Anlage, bei denen man Kursschwankungen immer mit einkalkulieren muss. Bei einem vorzeitigen Verkauf ärgert man sich später vielleicht, wenn die Kurse doch wieder steigen.



Kleine Fonds können groß rauskommen

Nomen est Omen - dieser lateinische Spruch, der aussagt, dass wir uns von Namen leicht beeinflussen lassen, passt auch im Fondssparen: Fonds mit bekannten Namen haben größeren Zuspruch. Viele Anleger vergessen dabei jedoch, dass ein zu großes Wachstum leicht unbeweglich machen und Einfluss auf die Erlöse haben kann: Viel Geld lässt sich nicht so schnell am Markt unterzubringen. Kleine Fonds sind dagegen viel flexibler. Das hat sich in den letzten Jahren immer wieder dadurch gezeigt, dass kleine Aktiengesellschaften häufig größere Renditen ausweisen konnten als große.

Fonds auf Währungssicherung checken

Auch bei in Euro notierten Fonds kann ein Währungsrisiko bestehen – es sei denn, der Fonds verfügt über eine Währungssicherung. Die Investitionen innerhalb des Fonds machen das Risiko aus – das können auch ausländische Aktien sein, die in der entsprechenden Währung gehandelt werden. Die Umrechnung in Euro findet immer erst im Fonds statt. Auf die Wertentwicklung hat das aber erfahrungsgemäß kaum einen Einfluss.

Themenschwerpunkt Ökologie liegt im Trend

Auch wenn ihnen häufig eine geringere Wertentwicklung nachgesagt wird: Umweltfonds können Erfolge versprechen. Der Themenschwerpunkt alternative Energien kann langfristig für gute Wertentwicklung stehen. Nachhaltigkeit verspricht Ertragschancen – von sogenannten Renditekillern kann bei „grünen“ Aktienfonds nicht generell die Rede sein. Die Branche berichtet in letzter Zeit sogar von kontinuierlich überdurchschnittlichen Wachstumsraten bei Publikumsfonds mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit.



Indexfonds (ETFs) als kostengünstige Alternative

Indexfonds, sogenannte ETFs, können eine gute Alternative im Vergleich mit anderen Fonds sein. ETF steht für Exchange Traded Funds, es handelt sich dabei um eine Beteiligungsform an einem Fonds, der aus Anleihen verschiedener Unternehmen besteht und börsengehandelt wird. Ohne Risiko ist das natürlich auch nicht. Positiv sind die Kosten: Die Gebühren sind zumeist deutlich günstiger als bei klassischen Fonds.

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Zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds wählen

Während ausschüttende Fonds die erwirtschafteten Gewinne an die Anleger weitergeben, werden Erträge bei thesaurierenden Fonds gleich wieder investiert. Als Anleger muss man abwägen, welche Ziele man mit seinem Investment verfolgt. Wer das Ziel eines kontinuierlichen Vermögensaubaus verfolgt, sollte sich für thesaurierende Fonds entscheiden. Wer auf Ausschüttung und damit auf die Wiederanlage der erwirtschafteten Gelder in andere Anlageformen setzt, für den eignen sich eher die ausschüttenden Fonds.

Fondskonzept genau überprüfen

Gut gemanagte Fonds versprechen eher Erfolg. Deshalb empfiehlt sich eine genaue Überprüfung des Anlageschwerpunktes und des Konzeptes, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Die Fondsbezeichnung gibt manchmal nur einen Hinweis auf das Fondskonzept, der Investitionsschwerpunkt kann aber ganz woanders liegen.

Investmentfonds: Der Wachstumstrick für Ihr Geld

Gute Ratingnoten stehen nicht immer für Erfolg

Das Rating ist die Einschätzung der Bonität eines Unternehmens. Bewertet werden dabei beispielsweise die Stellung des Unternehmens, das Fonds-Management und die Umsetzung des Anlageprozesses. Wer denkt, dass gute Ratingnoten eine Garantie für einen erfolgreichen Fonds sind, liegt nicht unbedingt richtig. Bei der Fondsauwahl sollte man deshalb immer auch einen Blick auf die Langzeit-Wertsteigerung werfen und vergleichbare Fonds einander gegenüberstellen. Das Rating kann nur eines der Merkmale sein, die man für seine Entscheidungsfindung heranzieht.

Sicherheit bei Bankenpleite

Gut zu wissen: Als Sondervermögen sind Fonds vor einer Pleite der Fondsgesellschaft oder der dahinterstehenden Bank geschützt. Wenn die Kurse fallen, können die Fondsanteile natürlich dennoch an Wert verlieren.


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