Sparkasse schafft TAN-Verfahren ab

Viele Kunden der Sparkasse müssen sich in Zukunft umgewöhnen. Denn für das Online-Banking werden gewisse TAN-Verfahren nicht mehr verfügbar sein. Nachdem bereits die iTAN-Liste abgeschafft wurde, ist in manchen Teilen Deutschlands jetzt auch die smsTAN fällig. Warum sich der Umstieg auf ein neues TAN-Verfahren auch dann schon lohnt, wenn Sie noch nicht direkt betroffen sind.

29.05.2019
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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    29.05.2019
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Sparkassen-Gebäude
© MichaelGaida/pixabay.com

Dass die iTAN abgeschafft wird, ist schon länger bekannt. Die TAN-Liste, die Bankkunden einmal per Post erhalten haben, um damit zu Hause Überweisungen zu tätigen oder Daueraufträge einzustellen, muss spätestens bis zum Herbst 2019 abgeschafft werden. Grund dafür ist die zweite Europäische Zahlungsdiensterichtlinie, die besagt, dass Kunden anhand von zwei Faktoren nachweisen müssen, dass sie zur Ausführung eines Bankgeschäfts berechtigt sind. Das einfache iTAN-Verfahren kann dies nicht gewährleisten und wird deshalb höchstens noch bis zum 14. September 2019 zur Verfügung stehen. Viele Banken haben das Verfahren bereits abgeschafft.

Auch die smsTAN vor dem Aus?

Für viele Bankkunden ist die Abschaffung der iTAN kein Problem. Denn mittlerweile lässt sich ein Großteil ohnehin die TAN-Nummern per SMS zusenden. Immer dann, wenn man per Online-Banking einen Zahlungsauftrag auf den Weg bringen will, wird zum Schluss die TAN angefordert und wenige Augenblicke später auf dem Handy angezeigt. Doch auch die smsTAN steht vor dem Aus. Nicht nur PayPal hat eine Alternative zur smsTAN eingeführt. Auch einige Sparkassen stellen um, wie FOCUS Online berichtet. Damit Kunden zukünftig alle Funktionen des Online-Bankings nutzen können, müssen Sie auf ein anderes Verfahren ausweichen.

smsTAN nicht die sicherste Variante

Längst nicht alle Sparkassen verabschieden sich schon jetzt von der smsTAN. Von Region zu Region gibt es hier Unterschiede. Dennoch empfehlt die Sparkasse ihren Kunden, zu einem anderen TAN-Verfahren zu wechseln. Denn obwohl die smsTAN vielerorts noch angeboten wird, ist sie nicht so sicher wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Denn eine SMS wird unverschlüsselt gesendet und kann leicht abgefangen werden.

Der Wechsel zu einem anderen TAN-Verfahren kann jederzeit stattfinden. Nutzer müssen sich dazu nur am PC in ihr Online-Banking einloggen und unter „Service“ das TAN-Verfahren ändern. In der Regel sollte die neue Variante schnell zur Verfügung stehen.

Was sind die Alternativen?

Die Sparkasse bietet alternativ zur smsTAN die sogenannte pushTAN und die chipTAN an. Für die pushTAN benötigen Kunden ein Smartphone, die Sparkassen-App und die S-pushTAN-App. Für jede Transaktion erhalten sie dann eine TAN per App auf ihr Smartphone. Wer kein Smartphone hat oder es nicht für seine Bankgeschäfte benutzten will, kann auf die chipTAN ausweichen. Kunden benötigen einen Zugang zum Online-Banking (im Browser), ihre Bankkarte und einen sogenannten chipTAN-Generator. Dabei handelt es sich um ein Gerät, über das in Kombination mit der Bankkarte eine TAN generiert wird.

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