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Bauzinsen sinken auf Allzeittief

Schon seit mehreren Jahren bewegen sich die Zinsen in niedrigen Bereichen. Was für Sparer eine Geduldsprobe ist, ist für Kreditnehmer ein echter Segen. Denn mit günstigen Zinsen lassen sich mehrere tausend Euro sparen. Besonders Bauherren und Immobilienkäufer profitieren. Jetzt kratzen die Bauzinsen am Allzeittief.

25.04.2019
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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  • 25.04.2019
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Ein Kind hält ein Spielzeughaus auf einer Baustelle in der Hand
© Gerhard Seybert/de.fotolia.com

Seit Anfang des Jahres befinden sich die ohnehin schon niedrigen Bauzinsen erneut im Sinkflug. Das Finanzportal biallo.de hat ermittelt, dass jetzt sogar das Allzeittief von 2016 geknackt wurde. Darlehen für die Immobilienfinanzierung gibt es demnach schon für weniger als ein Prozent.

Allzeittief bei 20-jähriger Laufzeit

Wer sich niedrige Zinsen für einen langen Zeitraum sichern will, sollte bei Vertragsabschluss eine lange Zinsbindung vereinbaren. Zwar zahlen Kreditnehmer dann etwas mehr – denn je länger die Zinsbindung, desto höhere Zinsen verlangt die Bank. Trotzdem können sie sich damit günstige Konditionen für die Zukunft sichern und sind vor möglichen Zinssteigerungen geschützt. Besonders in Niedrigzinsphasen ist eine lange Zinsbindung deshalb ratsam.

Ihr Allzeittief aus dem Jahr 2016 haben die Bauzinsen bei einer Zinsbindung von 20 Jahren bereits erreicht. Laut Biallo-Index beträgt der Effektivzins durchschnittlich 1,76 Prozent im Jahr.

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Bauzinsen unter einem Prozent bei kürzerer Laufzeit

Auch Darlehen mit kürzerer Zinsbindung kratzen bereits am Allzeittief. Der durchschnittliche Effektivzins für ein 10-jähriges Darlehen beträgt laut Biallo-Index aktuell 1,14 Prozent und liegt damit nur noch 0,08 Prozent über dem Rekordtief von 2016.

Bei manchen Anbietern erhalten Kreditnehmer sogar Baudarlehen für weniger als ein Prozent:

  • Debeka: 0,95 Prozent
  • 1822 Direkt: 0,93 Prozent
  • Degussa Bank: 0,85 Prozent
  • Hypovereinsbank: 0,85 Prozent

Darlehen mit einer 15-jährigen Zinsbindung kommen noch näher an die Rekordwerte von 2016 heran. Mit durchschnittlich 1,54 Prozent liegt der Effektivzins nur 0,04 Prozent über dem Allzeittief. Laut Biallo-Vergleich gibt es die besten Konditionen bei folgenden Anbietern:

  • 1822 Direkt: 1,27 Prozent
  • Allianz: 1,23 Prozent
  • Hypovereinsbank: 1,20 Prozent


Auch Immobilienbesitzer profitieren

Von den niedrigen Bauzinsen können auch Immobilienbesitzer profitieren, die schon vor längerer Zeit einen Kredit zu schlechteren Konditionen aufgenommen haben. Wenn die Zinsbindung abgelaufen ist, können Kreditnehmer ihren Kredit umschulden. Sie nehmen dafür ein neues Darlehen auf, mit dem sie die Restschuld des alten Kredits tilgen. Auf diese Weise profitieren sie von aktuellen Zinsen und können unter Umständen mehrere tausend Euro sparen. Immobilienbesitzer, bei denen die Zinsbindung noch länger läuft, können sich mit einem sogenannten Forward-Darlehen günstige Zinsen für die Zukunft sichern. Hier wird ein fester Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung vereinbart. Sobald die alte Zinsbindung ausläuft, wird der Kredit vom Forward-Darlehen abgelöst.

Welche Fehler bei der Umschuldung bares Geld kosten können, lesen Sie hier.


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