It’s a match: Tinder für Bankkunden und Berater

In Frankfurt können Sparkassen-Kunden sich ihren Bankberater bald online aussuchen. Wer schon mal auf einem Datingportal unterwegs war, wird das Prinzip wiedererkennen. Mit „Friends in Banks“ setzt die Sparkasse eine innovative Idee um, die vor allem Neukunden ansprechen soll.

01.11.2018
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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    01.11.2018
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Paar surft mit Tablet im Internet
© pikselstock/www.shutterstock.com

In der Partnersuche sind Datingportale schon längst keine Seltenheit mehr. Was vor einigen Jahren noch belächelt wurde, ist heute Standard. Und was zunächst wie eine witzige Spielerei klingt, ist eine echte Strategie zur Neukundengewinnung: Ein Onlineportal, bei dem sich Kunden ihren Bankberater aussuchen können.

Das Innovations-Lab der Frankfurter Sparkasse steht seit zwei Jahren unter der Leitung von Maire-Luise Sessler und Michael Kossmehl. Zusammen haben sie das Projekt „Friends in Banks“ ins Leben gerufen und mit ihrem Team an der Umsetzung gearbeitet. Dieses Jahr soll es an den Start gehen.

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So finden Kunden und Berater zueinander

Das Onlineportal funktioniert ganz nach dem Motto „Sag uns, wer du bist und wir zeigen dir, wer dich berät“. Rund 300 Mitarbeiter nehmen an dem Projekt teil. Ähnlich wie bei einem Datingportal sollen sie sich auf der Internetseite mit kurzen Texten vorstellen.

Um den perfekten Bankberater zu finden, müssen Kunden einige persönliche Fragen beantworten. Daraufhin erhalten sie einen Vorschlag, welcher Mitarbeiter der Sparkasse zu ihnen passt. Der Gedanke dahinter: Wenn Kunde und Berater zueinander passen und sich verstehen, hat das positive Auswirkungen auf das Geschäft. Und zwar für beide Seiten.



Verkuppeln auf persönlicher Ebene

Wie die FAZ berichtet, handelt es sich um „originelle, teils witzige Fragen“, die Nutzer des Portals beantworten müssen. Es geht dabei nicht nur um den Umgang mit Geld, sondern auch um die Gestaltung der eigenen Freizeit oder darum, was man an Frankfurt besonders mag. „Beim Austüfteln der Fragen für das Matching zwischen Kunden und Beratern wirkte eine etablierte Partnerschaftsagentur mit. Dabei sollen die Kunden ihren Ansprechpartner in der Bank ja nicht heiraten. Aber im Grunde sei es beim Verhältnis zwischen Kunde und Berater ähnlich wie in einer wirklichen Beziehung, sagt Sessler: ‚Wenn sie ähnlich ticken, verstehen sie sich besser.‘“

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Erfolgsaussichten noch verschwommen

„Ob es am Ende fünf Matches pro Woche seien oder 1000, lasse sich nicht vorhersagen“, stellt die FAZ Sesslers Einschätzung dar. Wer schon seit längerer Zeit zufrieden mit seinem Berater ist, wird keine Verwendung dafür haben. Deshalb richtet sich das Portal vor allem an Neukunden. Die Entwickler sind stolz auf ihre innovative Idee und sehen viel Potenzial. Mit Werbespots im Kino und in den sozialen Medien soll es beworben werden und auf sich aufmerksam machen.

Es bleibt abzuwarten, ob das Tinder-Prinzip sich auch im Bankgeschäft durchsetzen kann und wird.

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