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Deutschland exportiert auch weiter Strom

Kapitalanlagen

(dso) Im Winter droht der Ausfall der Stromversorgung. Dies hätten die Stromkonzerne wegen des Atomausstiegs noch deutlich gemacht. Im Winter werden momentan jedoch Einschränkungen deutlich. Es werde sogar Strom nach Frankreich exportiert.

Die negativ eingestellten Prognosen hätten noch deutlich gemacht, dass in Deutschland die Lichter ausgehen würden. Kurz vor den Prognosen waren acht Kernkraftwerke abgeschaltet worden. Netze dürften zusammenbrechen, da auch die Kernkraftwerke in Frankreich abgeschaltet wurden. Es wären keine Hilfen zu erwarten gewesen.

Der Netzbetreiber Tennet mache deutlich, dass die Lage zwar angespannt wäre, aber nicht kritisch ob der Kälte. Positiv seien vor allem die Photovoltaik-Anlagen im Süden der Bundesrepublik. Keinerlei Engpässe berichteten aber auch die anderen Stromversorger. Es dürften wohl mehrere Wochen mit zweistelligen Minustemperaturen notwendig sein.

Auch die Bundesnetzagentur in Bonn bestätigte die Tatsache, dass die Stromversorgung stabil sei. Ihre Aufgabe sei die Überwachung der Stromversorgung in Deutschland. Von Vorteil sei es, dass das Wetter weiter stabil bleibe und die Sonne scheine. Ein Tag mit wenig Sonne und Wind sowie einem großen Stromverbrauch könnte dagegen Probleme bereiten.
Das Bundesumweltministerium mache dagegen deutlich, dass trotzdem Strom in das Ausland exportiert werde. Die erneuerbaren Energien versprächen Versorgungssicherheit. Horrorszenarien nach Zusammenbruch der Stromversorgung und explodierenden Strompreisen seien unwahrscheinlich.

Deutschland stehe in diesen Tagen bei den Überwachungen als Nettoexporteur dar. Trotz der Abschaltung der AKW’s mache deutlich, dass Deutschland nicht als Stromimporteur gelte. Die Franzosen sind zum Energiesparen angehalten und bezögen daher Strom aus Deutschland.
Drei Viertel der Atomkraftwerke seien durch Strommengen im Inland ausgeglichen worden. Der Großteil sogar aus erneuerbaren Energien. Es macht deutlich, dass die Investition in diese Energien sich bezahlbar macht.

 

Quelle: focus.de vom 06.02.2012